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Alfons Walde war ein österreichischer Maler, der vor allem für seine Landschaftsbilder der Alpen und Tirols bekannt ist. Walde wuchs in der Nähe von Kitzbühel auf, und seine Liebe zu den Bergen sowie zur traditionellen alpinen Lebensweise prägten seine Werke. Er war aber nicht nur Maler, sondern auch ein talentierter Bildhauer und exzellenter Zeichner. In seinen Gemälden kombinierte er oft volkstümliche Elemente mit einem modernen, expressionistischen Stil, geprägt von Intensität und Lebendigkeit. Er war stark beeinflusst von der Symbolik und der Schlichtheit der alpenländischen Kultur und Tradition, die er in seinen Werken oft idealisierte und in ein beinahe mystisches Licht tauchte. Der Landschafts- und Lebensraum rund um Kitzbühel bot für Alfons Walde eine breit gefächerte und traditionsreiche Grundlage für seinen künstlerischen Weg, der von der Mentalität der städtischen und bäuerlichen Menschen geprägt war. Walde wurde zum Gestalter einer noch unverbrauchten Natur, eines manipulierten Menschenbildes und eines damals noch selbstverständlich heilen Lebensraumes.
Seine Bilder zeichnen sich durch klare, kräftige Farben und eindrucksvolle Kompositionen aus. Besonders bekannt sind in den winterlichen Landschaften meist die idealisierte, fast märchenhafte Darstellung der Berge, oft überzogen von Schnee.
Das Jahr 1923, das Entstehungsjahr des Bildes, war nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Ersten Republik Österreich geprägt von einer Phase des Wiederaufbaus und der Stabilisierung, jedoch auch von sozialer und wirtschaftlicher Unsicherheit. In dieser Zeit, in der die Menschen Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit hatten, bediente der Künstler diese Sehnsüchte, indem er in seinen Landschaftswerken Natur und Tradition, verbunden durch spirituelle Aspekte, miteinander verband.
Winterbilder waren keine Erfindung Waldes; er gab ihnen aber einen neuen Stellenwert:
Das Bild zeigt eine idyllische, winterliche Szene in den Alpen, die für seine typische Darstellung von Tirol und dem Alpenraum charakteristisch ist. In dieser Darstellung wird die friedliche und festliche Atmosphäre der Weihnachtszeit in den Bergen eingefangen: Im Vordergrund sieht man eine von tiefem Schnee bedeckte kleine Kapelle; das sanfte Licht des Weihnachtsabends taucht die Szene in warme, goldene Farben – dies im Kontrast zur winterlichen Kälte des Schnees. In der Nähe der Kapelle sind Menschen zu sehen, vielleicht auf dem Weg zur Messe. Die sanften Pastelltöne des Himmels weisen auf den frühen Abend hin, die Dämmerung. Die Berge im Hintergrund scheinen friedlich und majestätisch, und die gesamte Komposition strahlt Ruhe und Frieden aus.