Karl Stark

1921 Glojach - 2011 Klosterneuburg

  • Titel Früchtestillleben mit Putto
  • Datierung 1976
  • Technik Öl auf Leinwand
  • Maße 70,5 x 86,2 cm
  • Signatur links unten signiert und datiert: K. Stark 1976 rückseitig Stempel, nummeriert: 86
  • Provenienz Privatbesitz, Deutschland
  • Literatur Vgl. Karl Stark, Galerie Austria, 21. November - 22. Dezember 1990, Ausstellungskatalog Galerie Austria, Wien 1990, Abb. 3; Vgl. Karl Heinz Ritschel, Karl Stark, Wien 1988, Abb. 30

Karl Stark zählt zu jenen Künstlern, die die große Tradition der europäischen expressiven Malerei des frühen 20. Jahrhunderts wesentlich geprägt haben. Ausgehend von einem akribischen Studium der Natur, entwickelt er eine farbintensive Lichtmalerei, in der Licht und Schatten allein aus der Farbe entstehen. Seine Kompositionen basieren auf einem klassischen Bildaufbau mit klarer Linearperspektive und planvoller Raumkulisse. Die Formen der Gegenstände werden aufgelöst, räumlich in Beziehung zueinander gesetzt und in ihre Einzelteile zerlegt. Ungemischt setzt Stark komplementäre Farben in pastosem Auftrag, oftmals in Spachteltechnik, nebeneinander, die sich im Auge des Betrachters vermischen und in ihrer Leuchtkraft verstärken. Entgegen den abstrakt modernistischen Strömungen nach dem Zweiten Weltkrieg, der Entwicklung von Informell und Abstraktion, hält Stark am Naturalistisch-Gegenständlichen fest: „Durch das bewusste Studium der Natur wird in uns jene Fähigkeit entwickelt, gerade diese Impulse neu zu entfachen (…). Damit treten wir in der Kunst auf eine neue höhere Stufe, welche der kommenden Malergeneration aufgegeben wird. So gesehen sind die Maler der Gegenständlichkeit, im Sinne Paul Cézannes, die Hoffnungsträger für das neue Jahrhundert.“1 1 Karl Stark, Juli 1999