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Edward Cucuel, 1875 in San Francisco als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren, verbrachte den Großteil seines Berufslebens in Europa, insbesondere Deutschland. Er studierte in Paris, arbeitete als Zeitungsillustrator in den USA und Deutschland, bereiste die Welt (u.a. Frankreich, Großbritannien, Spanien, Algerien, China, Hawaii und Japan) und ließ sich später in München nieder, wo er sich der Künstlergruppe „Die Scholle“ anschloss. Er ist als amerikanischer Impressionist bekannt, malte häufig elegante Frauen in Gärten, an Stränden oder Promenaden, in sonniger und luftiger Atmosphäre, geprägt von impressionistischer Licht- und Farbbehandlung. Cucuel wurde als Frauenmaler bekannt, wobei er immer neue Varianten fand, um Damen in ihrer Anmut und Schönheit darzustellen. Als deutscher Künstler gilt er, auch, weil die meisten seiner Gemälde an Seen in Bayern entstanden sind. Im Laufe der Zeit zeigte sich in seinen Frauendarstellungen eine Entwicklung in der Malerei von der Schwere des statischen Posierens hin zu einem Weglassen von Unwesentlichem und der Darstellung von Leichtigkeit. Die Frau wurde als sinnliche, anmutige, im Leben stehende Frau malerisch geschildert, seine Bilder umweht der Atem der „großen Welt“. Vorliegendes Gemälde zeigt eine junge Frau, die seitlich auf einem einfachen Holzsteg am Wasser sitzt. Mit der einen Hand hält sie den Hut fest, als würde ein frischer Ostwind wehen – hieraus resultierend auch der Titel des Bildes. Auffällig auch der gestreifte Rock, die weiße Bluse und der helle Strohhut, die zusammen entsprechende Hell-Dunkel-Kontraste und Musterkontraste bilden. Insgesamt vermittelt das Bild eine Mischung aus Gelassenheit und einem flüchtigen Moment aus Wind, Wasser und modischer Eleganz, das Element Wind ist dramaturgisches Mittel und erzeugt Bewegung, die förmlich spürbar ist. Die Malweise wirkt lockerimpressionistisch, kurze, sichtbare Pinselstriche, luftige Farben und die Betonung von (Licht- und Wasser) -Stimmung sowie Atmosphäre.