Stefan Simony wurde 1860 in Wien geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Wiener Akademie unter den Professoren Christian Griepenkerl und Rudolf Carl Huber, der ihn insbesondere in der Tiermalerei unterwies. Er gehörte zur gleichen Künstlergeneration wie Johann Nepomuk Geller und Maximilian Suppantschitsch und wurde oft in Verbindung mit Letzterem genannt, da beide einen ähnlichen Stil pflegten. Ein großes Vorbild für Simony war der Stimmungsmaler Emil Jakob Schindler.
Bereits ab 1893 stellte Simony regelmäßig bei den Jahresausstellungen der Akademie aus. 1903 trat er dem Wiener Künstlerhaus bei, wo er fortan an zahlreichen Ausstellungen teilnahm. Daneben war er Mitglied des Aquarellisten-Clubs, des Malerverbandes und ab 1933 der Gruppe Gsur.
Simony widmete sich vor allem der Landschafts-, Genre- und Tiermalerei sowie der Porträtkunst. Besonderen Wert legte er auf die harmonische Verbindung von Mensch und Natur, wobei seine Werke durch eine helle, von gleißendem Sonnenlicht geprägte Farbigkeit auffallen. Als Landschaftsmaler fand er seine Motive häufig in der Wachau und in Italien. Ein spezieller Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Darstellung der Donauschifffahrt, einschließlich Schiffszügen, Schiffspferden und Schiffsreitern.
Für sein künstlerisches Schaffen wurde Simony 1915 mit dem Drasche-Preis ausgezeichnet, 1936 erhielt er die Silberne Jubiläumsmedaille, und 1949 wurde ihm ein Professorenamt verliehen. Er verstarb am 1. Juni 1950 in Wien im Alter von 90 Jahren.