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Inland sowie international aus. Er erhielt unter anderem den Großen Österreichischen Staatspreis. Ab Mitte der 1960er Jahre unterrichtete er Malerei an der Akademie der bildenden Künste. Er starb 2001 in Wien, wo er in einem Ehrengrab beigesetzt wurde. Die Landschaftsmalerei war sein bevorzugtes Sujet, zu dem auch das vorliegende Gemälde gehört. Wie auch die meisten anderen Werke in Eitempera ausgeführt, zeigt Weiler hier eine Pflanze in einer Landschaft. Inspiriert wurde Weiler von der traditionellen chinesischen Landschaftsmalerei – speziell der Song Dynastie (960–1279). Felsen, Berge und Wolken werden in der Bildfläche aufgelöst, dazwischen lässt Weiler ihnen Luft um zu wirken. Diese freie Komposition leitet Weiler auch aus der chinesischen Malerei ab. Die Maler der Song Dynastie erlaubten ebenfalls oft der Seide auf der meist gemalt wurde durchzuscheinen und ließen sie einen ebenso wichtigen Teil des Bildes werden. Anders als in westlicher Malerei wurde in der traditionellen chinesischen Malerei oft keine fixierte Perspektive verwendet, sondern mehrere verschiedene in einem Bild. Dieser Technik bedient sich auch Max Weiler in seinen Landschaftsgemälden. Die einzelnen Elemente verschieben sich ineinander und werden von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Im Gegenteil zu der detaillierten und kleinteiligen Song-zeitlichen Malerei jedoch abstrahiert Weiler die Bestandteile seiner Landschaften, was der atmosphärischen Wirkung allerdings keinen Abbruch tut. Weiler lässt die Farben ineinanderfließen, beinahe wie Wasserfarben wird das Rot und Grün in seinen Schattierungen abgestuft, einmal heller, einmal dunkler. Auch hier zeigt sich der Einfluss chinesischer Malerei, in der die Konturen mit dunkler Tinte gemalt werden und die Farbe von den Umrissen ausgehend heller wird, bis sie im Weiß des Malgrunds verläuft. Max Weilers atmosphärischen Landschaften laden den Betrachter ein in das Bild einzutauchen und sich in den fließenden Farben zu verlieren.