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„Hauser gehört zu den Künstlern, denen das innere Erleben die Hauptsache ist und deren Formensprache über die engen Grenzen der realen Wirklichkeit hinausragt“1)
In seiner charakteristisch dynamischen Malweise gibt Carry Hauser die Heilige Familie bei der Ruhe auf der Flucht nach Ägypten wieder. Im Vordergrund befindet sich Maria an einen Baum gelehnt, sorgend über das schlafende Christuskind gebeugt. Vor dem Hintergrund einer dämmrigen Hügellandschaft kümmert sich in einiger Entfernung Joseph um den grasenden Esel. Die Szenerie präsentiert sich expressionistisch verunklärt, die Bildmotive kubistisch-futuristisch facettiert. Carry Hauser bedient sich dieser modernistischen Bildsprache zur Darstellung des subjektiven Ausdrucks, mit dem er stark psychologisch die Beziehung zwischen Mutter und Kind wiedergibt.
1) Zitiert nach: Cornelia Cabuk, Agnes Husslein-Arco (Hg.), Carry Hauser. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere, Wien 2012, S. 32