Werner Berg, der 1904 in Elberfeld in Nordrhein-Westfalen geboren wurde, studierte erst das Studium der Staatswissenschaften sowie Studien an den Universitäten Köln, Bonn und Wien. Er promovierte 1927, bevor er mit dem Studium der Malerei begann. Letzteres absolvierte er an den Akademien in Wien bei Karl Sterrer und in München bei Karl Gaspar sowie im Atelier von Emil Nolde. In Nolde fand Berg auch einen freundschaftlichen Förderer.
1931 erfolgte die lebensentscheidende Ansiedlung auf dem Rutarhof, einem entlegenen Bauernhof in Unterkärnten, den er bis zu seinem Tode 1981 mit seiner Familie bewirtschaftete.
Werner Bergs Werk hatte früh Aufmerksamkeit erweckt. So erhielt er 1935 den Nürnberger Albrecht Dürer-Preis. Fast gleichzeitig wurde in Köln eine große Ausstellung seiner Arbeiten als „nicht dem gesunden Volksempfinden entsprechend" polizeilich gesperrt.
Reisen durch Kleinasien und Europa sowie Studien in Frankreich und Skandinavien unterbrachen das zurückgezogene Leben des Künstlers am Rutarhof. 1972 eröffnete er in Bleiburg die Werner-Berg-Galerie, die auch dem Andenken an seine 1970 verstorbene Frau galt.
Einen Schwerpunkt in Bergs Schaffen bildete neben der Malerei vor allem die Technik des Holzschnittes. Hier, wie in der Malerei, ist der künstlerische Ausgangspunkt der deutsche Expressionismus. Charakteristisch ist die motivische Konzentration auf Landschaft und Menschen Südkärntens, die in einer realistischen, in der formalen und farblichen Reduktion zu großer Eindringlichkeit und Ausdruckskraft gesteigerten Bildsprache festgehalten werden.
1981 empfing er das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Am 7. September desselben Jahres wurde Werner Berg tot in seinem Atelier am Rutarhof aufgefunden.