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Markus Prachensky ist durchaus in die Gefolgschaft der großen Action Painter einzuordnen, doch ist seine Malerei im Gegensatz zu den großzügig auf der Leinwand ausgedehnten Spuren, Schlieren und Spritzer eines Willem de Kooning, Franz Kline oder Pierre Soulages viel zentrierter, geradezu gebündelt zu pulsierenden Zentren, die – meist – in feuerroter Signalfarbe den Raum ringsum dominieren. Mit der Zeit sind die wuchtigen roten Pinselzüge auf schwarzem oder weißem Grund zu seinem Markenzeichen geworden, als Sinnbild für Modernität, Dynamik und Befreiung. Prachensky malt in kontrollierten Schlägen, dicken Strichen und kalkulierten Spritzern inspiriert von Landschaften, deren Besonderheiten ihn auf seinen zahlreichen Reisen faszinierten. Das können Naturphänomen wie in „Cinque Terre“ sein oder uralte Tempelanlagen wie in der Rom-Serie „Senatus Consultum“. Die römische und griechische Kultur als Wiege unserer Zivilisation fesselte Markus Prachensky ebenso wie die beeindruckenden Dolmen auf Sardinien, die ihn zur Serie „Ladas, Luras & Bilella“ inspirierten. Ab 1963 lebt und arbeitet Markus Prachensky abwechselnd in Berlin, Stuttgart und Wien. Den Sommer 1966 verbringt er bei seinem Freund und Malerkollegen Wolfgang Hollegha am Rechberg, bevor er 1967 nach Los Angeles zieht. In diesen Jahren entstehen interessante Werke, die insofern außergewöhnlich sind, da vermehrt weichere, runde und ovale Formen auftauchen. Besonders in der Rechberg-Serie tauchen dynamische Ellipsen auf, die uns auch in diesem interessanten, frühen Werk begegnen, das durch den ebenfalls in Rot gehaltenen Bildgrund besonders dynamisch und spannungsgeladen wirkt. Auf Markus Prachenskys Leinwänden geht es um die Schöpfung. Seine in Malerei übersetzten Eindrücke spiegeln etwas von der gefühlten Monumentalität wider, intensive Erlebnisse werden von ihm vergeistigt und als gleichsam konzentrierte Essenz im Bild festgehalten. Klaus Albrecht Schröder