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Hans Staudacher wurde 1923 in St. Urban in Kärnten geboren. Die künstlerischen Vorbilder des Autodidakten waren die Maler des Nötscher Kreises unter anderem Anton Kolig und Anton Mahringer. 1950 übersiedelte er nach Wien. In den 50er und 60er Jahren folgten längere Aufenthalte in Paris, hier war er insbesondere von den Werken Georges Mathieus und dem Lettrismus fasziniert. Ausgehend vom action painting entstanden in dieser spannenden Zeit flächig-konstruktive Figurationen und Collagen. Anfang der 60er Jahre begann sich Staudacher mit dem lyrischen Informel auseinander zu setzen, es fanden Textzitate surrealistischer Poesie oder Tagebucheintragungen in seinen Arbeiten Niederschlag. Staudacher war in einem steten Austausch mit den Künstlern seiner Zeit und auch im ständigen Dialog mit seinen Bildern, auf welche er versuchte möglichst spontan zu reagieren. Gleich dreimal durfte Hans Staudacher Österreich auf der Biennale vertreten. Nach den Auftritten 1956 in Venedig und 1965 in Tokio, wo er auch den Hauptpreis gewann, gelang Weiler der internationale Durchbruch. In den 70er Jahren intensivierte sich die Farbgebung in den Werken des Künstlers, wohingegen in den 80ern die Farbe Schwarz in den Vordergrund trat. Das abgebildete Werk aus dem Jahr 1979 ist geprägt von diesem Umbruch. Zwei schwarz-graue übereinander gestellte Kreise dominieren das Zentrum. Um sie herum wurden große Tupfen in kräftigem Schwarz gesetzt. Die Farben Rot, Blau, Braun und Gelb sind hier schon stark reduziert und dienen dazu Akzente zu setzen. Ein brauner Kreis mit einem dünnen Pinselstrich gezogen, hält die Konstruktion optisch zusammen. Staudacher malte meist zu Musik, deren Rhythmus sich auf die Pinselführung übertrug und eine poetische Wirkung erzeugte. Oft liegt seinen Werken durch das übereinander legen unterschiedlicher Farben, wie im abgebildeten Bild beim Gelb und Blau, eine spannende Irritation der Farbauswahl zu Grunde. Hier drängt sich die Farbe des Hintergrundes in den Vordergrund. Ihre Wirkung erreicht sie zudem durch die weiß grundierte Leinwand, die ihre Leuchtkraft unterstützt. Dem Auftrag der Farbe ging keine lange Vorbereitung voran, auch Skizzen fertigte der Künstler nur wenige an. Die Arbeitsweise Hans Staudachers ist vor allem von Gefühl und Spontanität geprägt. Diese Herangehensweise spiegelt sich in seinen Bildern wieder.