Günther Uecker

1930 Wendorf/Mecklenburg - 2025 Düsseldorf

Günther Uecker wurde 1930 in Wendorf geboren, zog aber in seinem 6. Lebensjahr auf die Halbinsel Wustrow an der Ostsee. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde Wustrow von der Roten Armee besetzt, was dazu führte, dass die deutsche Zivilbevölkerung die Halbinsel verlassen mussten. Ueckers Vater – zuvor in der Luftfahrindustrie tätig wurde nun zum Neubauer in Groß Schwansee.

Nachdem Uecker die Schule beendet hat, machte er eine Lehre zum Anstreicher und Tischler. Anschließend studierte er In Wismar und dann an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei; ein Studium welches er 1953 beendete.

1955 übersiedelte Uecker nach Westdeutschland, wo er erstmals mit abstrakter Kunst in Berührung kam. Grund des Umzugs war sein Wunsch bei Otto Pankok an der Kunstakademie in Düsseldorf zu studieren, den er zwischen 1955 bis 1957 erfüllte. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten Nagelbilder. Arbeiten, bei denen Uecker die Nägel auf einen Grund schlägt und durch deren rhythmische Ausrichtung dynamische Reliefs erschafft. Später weiterte er diese Technik auch auf Alltagsgegenstände wie Möbel aus und erschuf Skulpturen.

Als Mitglied der Künstlergruppe ZERO, denen auch Heinz Mack und Otto Piene angehörten und in Zusammenarbeit mit Gerhard Richter nahm er schon bald eine der radikalsten zeitgenössischen Position ein. Er setze sich auch vermehrt mit (gesellschafts- und geo-) politischen Themen auseinander und verarbeitete seine Position zu aktuellen Geschehnissen in seinen Arbeiten. Zwischen 1974 und 1995 arbeitete er als Professor an der Kunstakademie von Düsseldorf.

Uecker wird international ausgestellt und gesammelt. Er starb 2025 im Alter von 95 Jahren in Düsseldorf. Auch seine späten Jahre widmete er der Kunst und seiner Praxis.